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lemonbits 13: Abercrombie & Fitch vs. Coca-Cola light

Der Aufschrei war groß, als der Abercrombie-and-Fitch-CEO Mike Jeffries zitiert wurde mit: „Wir wollen Mode nur an gut aussehende Menschen verkaufen“ – und sich damit wohl auf die fehlenden Größen XL und größer in den weiblichen A&F-Kollektionen bezog.

Was? Eine „hippe“ (= überteuerte) Modemarke aus Amerika diskriminiert unsere üppigen Kurven?

Da weht dem Mike Jeffries zu Recht die Häme der gesamten stolzen Online-Frauen in sein gebotoxtes Gesicht. Von bösen Karikaturen über verschmähende Videos ist alles dabei. Die „Kultmarke“ verliere mittlerweile an Umsatz, heißt es.

Gut. Aber wollen wir uns nicht mit den wirklich wichtigen Themen beschäftigen?

Da bestellte ich zum Beispiel neulich auf einer Geburtstagsfeier im Restaurant Appelbeck am See eine Cola light. „Cola light? Haben wir nicht. Nur Cola Zero.“ Na ja, nicht weiter tragisch. Doch dann verrät mir die appelbeck-am-see’sche Bedienung – sicherlich eine der ersten, die von der Cola Company über ihre Geschäftsstrategien informiert wird – einen noch unter Verschluss gehaltenen Strategiewechsel:

Die Cola light wird vom Markt genommen.

Schock-schwere-Not – stellt euch das mal vor! Meine Ernährungsbasis soll mir genommen werden??? Wo ist der Protest? Wo der #aufschrei? Da muss doch jemand einschreiten!

lemonbits 13: Abercrombie & Fitch vs. Coca-Cola light

Erleichtert stellte ich am selben Tag fest, dass die Icona-Pop-„I love it“-Kampagne noch im Fernsehen läuft. Und auch die Kisten in den Supermärkten sind noch gefüllt mit dem Lebenselexir. Es war wohl doch nur ein Gerücht. Die Cola Company würde doch kein Geld in eine Cola-light-Werbekampagne stecken, wenn sie sie durch Cola Zero ersetzen wollen würden. Oder?

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